Elf Jahre stand die ehemalige Bäckerei-Filiale am Görlitzer Demianiplatz 8 leer. Seit November leuchtet dort wieder ein Schaufenster: die Snack-Wikinger — ein Automaten-Laden, den Christine Ullbrich (61) gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian (39) betreibt. Er mit langen Haaren, Bart und Thors Hammer um den Hals; das Comic-Wikinger-Logo ist Programm.
Drei Automaten verkaufen dort Snacks, Süßes und Dinge des täglichen Bedarfs — von Hygieneartikeln über Kondome und E-Zigaretten bis zum Regenponcho. Dazu die nordische Note, die zur Familiengeschichte passt: Faxe-Bier aus Dänemark und „Thors Salzlakritze" aus Norwegen. Altersbeschränktes gibt der Automat erst nach Personalausweis-Scan frei, zwei Kameras sichern den Laden.
Besonders sympathisch: Öffnen dürften die Automaten rund um die Uhr — die Ullbrichs haben sich aber bewusst für 5 bis 23 Uhr entschieden, damit die Nachbarn ihre Nachtruhe behalten. Auch sonn- und feiertags läuft der Verkauf.
Und die Technik? Vor der Entscheidung besuchten Mutter und Sohn die Fachmesse Vendtra in München — und uns, die Automatenland GmbH in Düsseldorf. Am Ende fiel die Wahl auf Sielaff-Automaten, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Das Kriterium: Langlebigkeit statt Wegwerf-Technik. Genau unsere Sprache.
Was wir daran mögen: Ein 11 Jahre leeres Innenstadt-Lokal wird wieder bespielt, ein Nebenerwerb mit klarem Marken-Konzept — und eine Gerätewahl, bei der Haltbarkeit vor Preis ging.
Quelle: Sächsische Zeitung, November 2025. Bild: Illustration.
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